Unsere TraditonAlte Tradition trifft moderne Herausforderung
Tönpa Shenrap auch als Shenrap Miwo bekannt, ist der Hauptmeister und Gründungsvater des Bön. Bön ist Tibets älteste spirituelle Tradition. Er beinhaltet die Lehren und die Praktiken, die für alle Lebensbereiche, einschließlich unserer Beziehung zu den Kräften der Naturelemente, unseres ethischen und moralischem Verhaltens, Entwicklung von Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut, und des Bön höchste Lehre der "Großen Vollkommenheit" Dzogchen. Gemäß der Bön-Überlieferung vor tausenden Jahren, bevor der Buddha Shakyamuni geboren worden war, kam in die Menschenwelt der Buddha Tönpa Shenrab Miwoche, der Gründer der Bön-Religion. Er verkündete seine Lehren im Lande Olmo Lungring. Ol symbolisiert das Ungeborene, mo das Nicht-Abnehmende, lung die prophetischen Worte von Tönpa Shenrab, und ring das unerschöpfliche Mitgefühl von Tönpa Shenrab. Einige Wissenschaftler setzen Olmolung mit Zhang Zhung gleich, dem Land, das den Berg Kailash im Westen Tibets umgibt und als Wiege der tibetischen Zivilisation bezeichnet wird. Tönpa Shenrab soll die Bön-Lehren in drei aufeinanderfolgenden Lehrzyklen vermittelt haben: Zuerst legte er die „neun Wege des Bön“ dar, dann lehrte er die „Vier Pforten des Bön und und die Schatzkammer als Fünfte“ und schließlich offenbarte er die „Äußeren, Inneren und Geheimen Unterweisungen“. Der äußere Zyklus ist der Pfad der Entsagung, die Sutra-Lehren, der innere Zyklus ist der Pfad der Transformation - die tantrischen Lehren, die mit Mantras arbeiten. Der geheime Zyklus ist der der Pfad der Selbstbefreiung, der die Dzogchen-Lehren umfasst. Diese Unterteilung in Sutra, Tantra und Dzogchen findet man auch im tibetischen Buddhismus der Nyingma Schule. In einer ungebrochenen Linie von prähistorischen Zeiten bis zur Gegenwart erhalten die Anhänger des Bön mündlichen Belehrungen und Übertragungen von Ihrem Lehrer. Zudem sind die meisten der heiligen Texte erhalten geblieben. Der tibetische Buddhismus hat viele Ähnlichkeiten mit dem modernen Bön; Bön hat sich jedoch die Fülle und den Geist der Ursprünglichkeit behalten. Bis vor kurzem wurden die alten Lehren des Bön nur sehr wenigen Studenten jeder Generation weitergegeben. Nun werden die reiche Bön-Lehren und Praktiken durch tibetische Lamas auch den glücklichen westlichen Schüler mitgeteilt. Durch die unentwegte Bemühungen Seiner Heiligkeit Lungtok Tenpai Nyima Rinpoche, der dreiunddreißigsten Abt von Menri im Hauptkloster Tashi Menri Ling und Seiner Eminenz Yongdzin Tenzin Namdak Rinpoche, Hauptlehrer der Bön Tradition, wurden außerhalb von Tibet zwei neue Klöster erbaut. Das Tashi Ling Kloster Menri, zunächst in Tibet im Jahre 1405 erbaut, wurde in Dolanji, Indien nachgebaut. Das Triten Norbutse Kloster, zunächst in Tibet im 14. Jahrhundert erbaut, wurde in Kathmandu, Nepal nachgebaut. Beide Klöster haben Schulen, die qualifiziert sind den Geshe-Grad zu vergeben. In der Menri Anlage befinden sich auch das Redna Menling Nonnenkloster, das Bön Children's Home, diverse Schulen, eine Bibliothek, Gesundheitseinrichtungen, Ateliers für Kunsthandwerk, ein Agrarbetrieb sowie ein Gästehaus. Beide Klöster bieten eine moderne Quelle der Bön Kultur, Wissenschaft und Mitgefühl in Aktion. |
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